Review: Hotel am Meer

#keinekooperation; #selbstbezahlt

Das Meer rauscht, der Blick schweift entlang der in Dunst getauchten Strandpromenade, der kühle Wind pfeift um die Ohren. Dezember, zwei Tage vor Heiligabend – von Schnee keine Spur. Streng und rau, geradezu hart sind die klimatischen Bedingungen. Genauso hart, wenn nicht gar noch härter war das Jahr 2017, dessen Auswirkungen auch noch 2018 zu spüren sind. 

 

2017

 

Ungerecht, schmerzhaft, von tiefer Trauer erfüllt, begleitet von der kaum zu beantwortenden Frage nach dem „Warum“ (warum gerade WIR?), Missverständnis, Respektlosigkeit und in manchen Momenten auch fehlende Freiheit. Und auch wenn es schwer fiel und noch heute schmerzt und man in gewissen Momenten kämpft, wurde das Band der Liebe noch stärker, die familiäre Beziehung noch enger, das Gefühl von Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit umso größer, die Bedeutung von Achtsamkeit noch wichtiger, die Gewissheit, dass Freundschaft gerade in schweren Zeiten mit als große Stütze da ist (und ja, dabei zeigte sich erneut, dass man hierfür nicht Tür an Tür wohnen muss, sondern auch hunderte Kilometer Distanz der Freundschaft keinen Abbruch tun), der Glaube von Anderen an einen selbst und deren Mitgefühl sowie motivierenden Worte, die Kraft und Hoffnung spenden mit als Katalysator für schlussendlich einen Aufbruch in ein neues Kapitel des eigenen Ichs und des eigenen Lebens. 

Reminder: 'Die Zeit heilt alle Wunden'

Heute verlieren die Ohnmacht und die Frage nach dem Warum allmählich an Intensität gleichwohl das Ganze noch nicht ‚über-wunden‘ ist. Es braucht Zeit, um den Heilungsprozess der Wunde sorgfältig abzuschließen. Zeit, um über die Wunde - das einschneidende Erlebnis- hinwegzukommen, es zu akzeptieren und die Realität – so hart sie ist – anzunehmen. Aber auch Privatsphäre, um mit dem eigenen Ich in eine Art Therapie zu gehen, um das Geschehene aufzuarbeiten. Stück für Stück, jeder in seinem eigenen Tempo und nach seiner Façon. Reflektieren, verarbeiten, Rückschlüsse ziehen und vor allem: nach vorne schauen und kämpfen!

 

Important: Call for Freedom! Ein wesentliches Gut, das einen individuellen und fern jeglicher Einflussnahme externer Stimmen den Prozess der Trauerarbeit fördert. Input ist in manchen Situationen durchaus notwendig, damit man nicht den Boden sowie den Bezug zur Realität verliert. Dennoch sind gerade zu Beginn des Prozesses Privatsphäre und Freiheit zwei Konstanten, die mich in meinem Prozess vorangebracht haben.

 

 

Privatsphäre und Freiheit waren deshalb mit die Gründe, warum meine Familie und ich die Weihnachtstage – Hochzeit der Familienzusammenkünfte – fern des Trubels verbrachten. Unser Weihnachtsreiseziel: die raue Ostseeküste.

Genauer gesagt: Binz auf der Insel Rügen. 


Hotel am Meer in Binz auf Rügen

Dort verbrachten wir fünf grandiose Tage im SPA-Hotel „Hotel am Meer“. Direkt an der Strandpromenade gelegen, war der Sandstrand nur einen Katzensprung entfernt. Das freundliche Mitarbeiterteam begrüßte uns freundlich und versorgte uns mit dem einen und anderen Tipp. Eintönige Weihnachtstage – nicht mit dem Hotelteam! Ein vielseitiges Programm für die Gäste sorgte für Weihnachtsstimmung und verliehen dem Aufenthalt den letzten Schliff: von einem gemeinsamen Weihnachtssingen bei Punsch und Lagerfeuerromantik am Strand bis hin zu einem Chorkonzert und dem Public Viewing des Klassikers „Die Feuerzangenbowle“ bei Punsch und Gebäck konnten wir die Strapazen des Jahres für eine kurze Zeit beiseiteschieben.

Die hell und modern eingerichteten Zimmer mit Meerblick sorgen dafür, dass wir uns sofort wohl fühlten. Kein großartiges Chichi, sondern Essentials und eine große Liebe zum Detail (nicht nur das Betthuperl😉) sorgten für viel Herzlachen. Was folgten waren entspannte Tage mit ausgedehnten Spaziergängen am Strand, die tägliche Nutzung des Wellnessbereichs, der mit zahlreichen Saunen sowie einem kleinen, aber feinen Indoorpool unser Herz höher schlagen ließ. Wer zum Abkühlen nach dem Saunagang dem Crushed Ice abgeneigt war, den verschlug es in die eiskalte Ostsee vor der Hotelhaustür. Ein weiterer Pluspunkt war die Teestation, die stets gut gefüllt mit heißem und kalten Wasser war sowie ein breites Teesorten-Sortiment bereithielt und jeder fündig wurde. Wer immer noch nicht genug vom Spa hatte, konnte gegen Aufpreis eine der zahlreichen, professionell durchgeführten Massagen buchen und hierbei den verspannten Muskeln den Kampf ansagen. 

Eine Frage, die Euch bestimmt noch brennend interessiert: let’s talk about food, Herzlachen! Die Gerichte, die uns serviert wurden, waren derart innovativ, hochwertig und mit Liebe fürs Detail zubereitet, sodass wir teilweise schweigend – vor Genuss und Respekt dem Gericht gegenüber – dasaßen und genüsslich das Drei-Gänge-Menü verspeisten. Neben Klassikern wie der Ente mit Rotkohl und Klößen an Heiligabend wurden auch kreative Kombinationen aufgetischt, die unser Herz lachen ließen. Hier ein paar Impressionen von den Gerichten, die wir serviert bekamen: 

Fazit

Diese fünf Tage haben uns erneut gezeigt, wie wertvoll das Leben ist und wie sehr man dieses zu schätzen hat. Die Tage im „Hotel am Meer“ haben uns dabei geholfen, als Familie diese Tage gemeinsam zu verbringen, die kleinen und großen Momente wertzuschätzen, Kraft zu tanken und vor allem: das Leben zu genießen.

 

Last but not least: wir kommen wieder, um dem hektischen Alltag zu entfliehen und neue Kraft für die kommende Zeit zu sammeln. Wenn Ihr noch auf der Suche nach einem schönen Urlaubsort seid: schaut vorbei im Hotel am Meer. Ihr werdet Euren Aufenthalt noch Jahre später in bester Erinnerung behalten.                 (L.)

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1. Advent = Startschuss für den Weihnachtsstress?

Wenn wir an Advent und die Vorweihnachtszeit denken, haben wir alle das gleiche Bild vor Augen: Besinnlichkeit, gemütliche Tage zu Hause mit Plätzchen und Punsch und vielen schönen kleinen Lichtern, die überall hell leuchten und einem das typische Weihnachtsgefühl einhauchen. 

 

Doch leider gibt es eben auch das andere Bild: große Menschenmengen in den Städten, die von einem Geschäft zum anderen hetzen und verzweifelt versuchen, ein Geschenk für die Liebsten zu finden. Zwischen "Last Christmas" und "Let it Snow" sind schon so manche Gemüter verzweifelt. 

Früher gehörte auch ich zur letzteren Gemeinschaft und hatte eigentlich kaum Zeit, mich um die wirklich schönen Sachen, die der Advent zu bieten hat, zu kümmern. Von einer Großstadt in die nächste und dann doch wieder zurück, um dann festzustellen, dass der schöne Strickpulli für die beste Freundin ausverkauft ist. Der Ärger und der Stress waren jedes Mal umso größer! Deswegen:

 

Jetzt ist aber Schluss damit!

 

Ich möchte einmal keinen Stress beim Plätzchen backen und beim Geschenke kaufen haben! Deswegen wird dieses Jahr alles anderes. Der Leitspruch, dass die Adventszeit eine besinnliche Zeit ist, soll endlich umgesetzt werden. Ich möchte mehr Zeit für mich, meine Familie und meine Freunde haben. Deswegen gibts ein besinnliches Essen mit allen guten Freunden und ein schönes Adventsessen mit der Familie. 

Der Unistress muss im Dezember auch mal eine Pause einlegen und ich werde mir bewusst mal nur 1-2 Stunden für mich nehmen. Man lebt ja sowieso in einer viel zu schnelllebigen Zeit, in der alles an einem Tag erledigt werden muss. So nach dem Motto:"der Tag bräuchte eigentlich 48 Stunden, damit ich alles einigermaßen schaffe"

Dem entgegnen wir jetzt bewusst mit einem großen und lauten NEIN und starten jetzt einen Selbstversuch. Mal sehen, ob wir unsere vorneujährlichen Vorsätze alle einhalten. Am Anfang ist die Motivation immer noch groß und der Wille stark, doch am Ende? Verfallen wir doch wieder in die alten Muster zurück? Wie wärs? Macht Ihr bei unserem Vorhaben mit?

Versucht doch auch ein bisschen Ruhe und Besinnlichkeit in der stillen Zeit des Jahres zu finden und dem Stress ganz klar NEIN entgegenzuschreien!

 

In diesem Sinne wünschen wir Euch nun einen schönen sowie besinnlichen ersten Advent!

(C.)

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Goldiger Herbst

Die Sonne strahlt sanft auf mein Gesicht während ich am Schreibtisch sitze und arbeite. Mir kommt kurz der Gedanke, aufzustehen und den Sonnenschutz herunterzulassen. Doch Moment! Wieso die Sonne aussperren, wenn sie in ein paar wenigen Wochen kaum noch die Kraft hat über die Hausspitze des Nachbarhauses zu gelangen. Also lass ich mich doch lieber von der Sonne blenden und genieße die sanfte Wärme auf meiner Haut. Vielleicht sollte ich meine Pause draußen verbringen und nicht drinnen, fest verschmolzen mit meinem Handy, das auch mit Bildern auf den sozialen Netzwerken gefüttert werden will. Muss man immer und vor allem non-stop funktionieren? Meine Antwort lautet: NEIN!

 

Also beschließe ich ohne Handy eine kleine Runde draußen in der Sonne spazieren zu gehen. Schon beim Heraustreten aus der Haustür empfangen mich die Vögel mit Gesang und ich setze zum Schutz der Augen meine Sonnenbrille auf. Kurz überlege ich, welche Runde ich gehen soll, entschließe mich dann aber für eine spontane Wegführung. Der Weg ist das Ziel hat damals schon Konfuzius gesagt und wie sollte es auch anders sein: er hatte Recht! Auf geht’s! Vorbei an zahlreichen Häuserfronten, stets in Begleitung von vogelhafter musikalischer Untermalung. Wenn man ganz genau hinhört, kann man sogar eine Melodie erkennen. Ich bin erstaunt wie schnell all die zuvor stressigen Gedanken im Nu verfliegen und genieße diesen Augenblick. Zehn Minuten später stehe ich im Hofgarten meiner Universität, die zu dieser Jahreszeit noch ein florales Highlight ist. Denn anstatt karger Beete haben sich die Gärtner kurz vor Einzug des Winters und der massenweisen Laubhaufen nochmal ins Zeug gelegt und die Beete dort herbstlich zurecht gemacht. Ich nehme einen kurzen Moment auf der Parkbank Platz und genieße diese bunte blumige Aussicht. Gedanklich mache ich Snapshots und speichere sie ab, um sie dann im Winter hervorzuholen. Ich setze meinen Spaziergang fort und sammle verstohlen die ein oder andere Kastanie ein, die vom Baum gefallen ist und nur darauf wartet, eingesammelt zu werden. Egal ob von Kinder-oder Erwachsenenhand. ;)

 

Und schon im nächsten Moment entschwinde ich bei Berührung der weichen glatten Kastanien ins Reich der Erinnerungen meiner Kindheit.Im Herbst bin ich öfters mit meinen zwei Geschwistern und meinen Eltern losgezogen, um – gezielt – auf Kastaniensuche zu gehen, denn damals wurden mit der erfolgreichen Ausbeute Igel oder gar Kastanienketten hergestellt. Die kennt Ihr doch bestimmt, nicht wahr?;) Mit einem leichten Schmunzeln verschlägt mich mein Weg in die Innenstadt. Auch wenn die Sonne noch Kraft hat, beschließe ich mir für den Heimweg einen Latte Macchiato to go zu holen. Im Coffeeshop werde ich freundlich empfangen und auf meine Kastanien angesprochen, die ich noch in meiner Hand halte. Ohne direkt nachgefragt zu haben, erzählt mir die Bedienung – sie muss etwas im gleichen Alter wie ich sein – dass auch sie damals als Kind durch das Laub gestapft ist, um ihr Körbchen mit ausreichend Kastanien zu füllen. Und eine ältere Dame im Café schaltet sich ebenfalls in unsere Unterhaltung ein. Sie schwärmt davon, wie sie mit ihren Enkelkindern im Akkord Kastanien-Igel und Ketten hergestellt hat. Dass man dabei die ein oder andere Blessur beim Durchlöchern der Kastanien von sich getragen hat und sich eine kleine Narbe fortan an dieser Stelle befindet – die sie uns ungeniert zeigt – wiegelt letztlich laut ihr die Tatsache ab, dass ihre Enkel glücklich sind und sich an den Schätzen der Natur erfreuen. Einfach goldig.

 

Und da spüre ich es wieder, in ihren Worten und in unserem gegenseitigen Lächeln und teilen der erlebten Momente: Dankbarkeit. Dankbarkeit für die kleinen und vor allem kostbaren, immateriellen Dinge im Leben, die wir in unserer heutigen, hektischen Welt nicht mehr genug achten und wahrnehmen. Gerade deshalb sind kleine Auszeiten und neues Kräftesammeln so besonders und auch wichtig. Für ein inneres und harmonisches Gleichgewicht. Man muss nicht immer und für jeden funktionieren. Am Ende ist man für sich selbst verantwortlich und muss sich selbst für seine Taten rechtfertigen. Ich stehe für meine kleine, erfahrungsreiche Auszeit ein und bin dankbar über eine Stunde meiner sonst doch kostbaren Zeit, die ich mit anderen Menschen teilen konnte und mir gezeigt hat, dass es die kostbaren Momente sind, die einen beflügeln und reicher machen. Jetzt seid Ihr dran!

Wir wünschen Euch einen Goldenen Herbst! Mit vielen Sonnenstrahlen, zahlreichen Herbstspaziergängen, kleinen Auszeiten, einer reichen Kastanienausbeute und ganz viel Herzlachen!                                                                                       (L.)

 

PS: Heute Abend startet unser Gewinnspiel auf Instagram! Also schaut vorbei! Es lohnt sich:)

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A U S M I S T E N - Warum sich von alten Erinnerungen trennen manchmal gar nicht so schlecht ist...


Vor ein paar Tagen stand ich in meiner Wohnung und da überkam mich plötzlich das Gefühl alles was ich habe (also nicht wirklich alles, aber in einer gewissen Art und Weise metaphorisch gesprochen) raus muss. Irgendwas muss sich verändern. Ich wollte am liebsten in mein Auto steigen, alle Möbel rausschmeißen, Kleidung verkaufen oder spenden und einfach alles neu machen.

Neue Einrichtung, neue Kleidung, neues Ich.

 

Leider ist das nicht immer ganz so einfach, wie man sich das vorstellt. Alles rausschmeißen und dann einfach von vorne neu anfangen?

 

Eigentlich ist das das Beste, was einem passieren kann. Alte Kleidung, Möbel oder Erinnerungsstücke, die man nun wirklich nicht mehr braucht, dürfen ruhig Platz machen für Neues. Denn wer sich ab und zu neu erfindet und alten Dingen den Garaus macht, hat Platz für neue schöne Dinge und fühlt sich danach leichter und freier.

 

Denn mal ganz ehrlich: Irgendwie entwicklen wir uns über die Jahre immer weiter und verändern uns somit auch in gewissem Maße. Und dann passt eben dieser pinke Lederrock (NEIN ich besitze so etwas nicht, aber etwas überspitzt formuliert:D) nicht mehr zu einem und macht Platz für ein neues schönes Teil (wie wärs mit einem schönen Strickkleid für den Herbst?).Ja und nun stand ich da und fand, es war einfach mal an der Zeit, alte und wirklich überflüssige Dinge zu entsorgen. Alte Bücher, Kleidung, die ich auch nicht mehr in 10 Jahren anziehen werde (auch wenn man sich ganz schwer davon trennen kann, weil es einen an den letzten Urlaub erinnert). Ja, all das musste Platz machen.

 

Nach ein paar Stunden war ich kaputt, aber überglücklich. Ich stand vor meinem neu sortierten und nur noch halbvollen Kleiderschrank und fand es war einfach an der Zeit auszumisten. Auch die anderen Regale wirkten plötzlich freier und frisch. Und ja, so fühlt man sich nach einer solchen Radikalsituation: FREI und FRISCH. NEU und GLÜCKLICH. Manche Dinge müssen eben Platz machen für Neue.

 

Doch nicht nur ich, sondern auch viele in meinem Freundeskreis freuen sich, wenn sie ihre Wohnung oder ihr Zimmer ausmisten, weil einfach Platz für neues ist und man manche Dinge einfach nicht mehr braucht. Je mehr “Klump” sich in unserer Wohnung befindet, sind auch wir nicht aufgeräumt und fühlen uns nicht wohl.

Also: Beim nächsten Mal einfach mal Ausmisten und sich dabei besser fühlen.

 

 

(C.)


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Wo warst du?

Am Wochenende ist es wieder soweit: der Tag, der Amerika in seinen Wurzeln erschütterte und letztlich auch die ganze Welt jährt sich zum 15. Mal. Und doch ist trotz so einer großen Zeitspanne immer noch ein Tag, den man mit einem mulmigen Gefühl beginnt, in der Hoffnung, dass sich solch dramatischen Ereignisse nicht wiederholen. Doch gerade dieses und das letzte Jahr haben uns wieder vor Augen geführt, dass die Gefahr allgegenwärtig ist. Und so werden die Nachrichtensender am kommenden Sonntag erneut die Bilder von New York zeigen, die allein beim Denken an sie schon Gänsehaut hervorrufen. Jene Bilder, die sich in mein Gedächtnis eingebrannt haben als ich sprachlos als 10-jähriges Mädchen vor dem Fernseher saß und versuchte die gesehenen Bilder einzuordnen. Als meine Mutter jedoch sagte, dass es sich hier um ein schreckliches Ereignis handeln würde, das die ganze Welt in Angst und Schrecken versetzt habe und ein Wandel eintreten würde, ist mir ehrlich gesagt erst rückblickend klar, was sie damit gemeint haben muss. Solch einen Angriff diesen Ausmaßes und Komplexität hatte es nicht (oft) gegeben in der Vergangenheit und würde eine militärische Reaktion von Seiten der USA bedeuten. Stundenlang verfolgte ich zusammen mit meiner Familie die Nachrichtensendungen über die Geschehnisse in New York. Wir sprachen viel darüber, auch noch die kommenden Monate nach den Anschlägen, sei es in der Schule oder aber daheim. Heute kann ich sagen, dass dies eines der prägendsten Ereignisse in meinem bisherigen Leben war.

 

Selbst heute noch läuft mir ein Schauer über den Rücken, wenn ich an den Tag zurückdenke. Meinen persönlichen Verarbeitungsprozess habe ich durch Gespräche, aber auch mit Hilfe der Literatur vollzogen. Denn sowohl historisch als auch für mich persönlich hat dieser Tag eine Zäsur für meine eigene Person, aber insbesondere für die gesamte Menschheit eingeleitet. Und selbst jetzt mit den Anschlägen von Paris und den nachfolgenden fühlt man sich wieder mit den Flashbacks konfrontiert. Erneut Verunsicherung und Gefühle, die nur schwer einzuordnen sind in unserem hektischen Alltag und nicht immer Raum lassen, um über sie nachzudenken. Aber vielleicht sollten wir uns intensiver damit auseinandersetzen, um die Vergangenheit besser zu verstehen und aus den Fehlern, die im Zuge der Anschläge gemacht wurden, zu lernen und sie zukünftig zu vermeiden. Auf Gewalt kann nicht immer nur mit Gewalt geantwortet werden, meiner persönliche Meinung by the way. Wir müssen diplomatischer in der komplexen Welt miteinander umgehen und REDEN, MITEINANDER und nicht aneinander vorbei! Die Kraft der Worte hat meiner Ansicht nach im Laufe der Jahre abgenommen, da Bilder immer mehr in den Fokus rücken und für sich ein starkes Bild liefern. Doch: ein Bild ist subjektiv und trughaft. Ein Dialog, ein Gespräch präsentiert subjektive Perspektiven, doch besteht die Chance zusammen zu einer allgemeinen Aussage zu kommen. Die Macht der Worte ist größer! Kommunikation ist alles!

 

Und nun ist es also wieder einmal soweit! Trotz 15-jähriger Zeitspanne müssen wir weiter reden! Über gegenwärtige Konflikte, Zukunftsszenarien, aber auch über die Vergangenheit. Jetzt mag das Argument kommen: “Nicht schon wieder, das haben wir doch schon einmal alles durchgekaut!” Meine Antwort: Ja, das stimmt! Aber es zeigt sich immer wieder, dass Worte missbraucht werden und die Wahrheit verfälscht wird. Wir müssen wieder authentischer miteinander kommunizieren! Und dazu gehört es auch, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und dramatische Ereignisse durch Thematisierung nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. An diesem Sonntag gilt somit: mit meinen Gedanken bin ich bei all denjenigen, die bei und infolge der Anschläge ums Leben kamen. Wir müssen erinnern, um nicht zu vergessen, was sich tragisches in New York zugetragen hat. Doch auch wenn gerade in jüngster Vergangenheit wir erneut mit so schrecklichen Bildern von Angst und Schrecken konfrontiert werden, die unsere Lebensart angreifen sollen, bin ich der Meinung: wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen und müssen unser Leben so weiterleben wie bisher. Wir müssen trotz aller Hektik in unserem gegenwärtigen Leben bewusster mit dem Glauben an das Gute leben! Mit der Aufforderung und dem Motto: Man kann nicht nicht kommunizieren!

 

Lektüretipps:

Don DeLillo – Falling Man

Jonathan Safran Foer – Extrem laut und unglaublich nah

Frederic Beigbeder – Windows on the world

Alexander Osang/ Anja Reich – Wo warst du? Ein Septembertag in New York

                                                                                                                                    (L.)

 

Wo warst du?

Es ist immer wieder komisch, sich an diesen Tag zu erinnern, der bei mir bis heute Gänsehaut und Entsetzen hervorruft. Noch heute sitze ich fassungslos vor Dokumentationen, Filmen oder lese Bücher, die sich mit dem Thema beschäftigen und versuchen all das Schreckliche zu verarbeiten und zu erklären. Auch jetzt ist es für mich unfassbar, wie Menschen sich solche Dinge gegenseitig antun können und den anderen nicht respektieren und achten. Wir sind alle Menschen auf einem Planeten, den wir miteinander teilen und verantwortungsvoll -auch für weitere Generationen- behandeln sollten. Warum sind dann manch andere Menschen so hasserfüllt, rachsüchtig oder grausam? Warum kann man nicht in Frieden versuchen miteinander zu leben und andere Religionen, Traditionen und Nationen respektieren. Denn auch heute, im Zuge der Flüchtlingskrise und den Ereignissen im November 2015, sind solche Fragen aktuell und beschäftigen uns. Für mich selbst begann der 11. September sehr schön, denn es war mein erster Schultag. Ich kann mich noch heute an meine blaue Schultüte mit den Delphinen und an die anderen Kinder erinnern, die erwartungsvoll auf ihren Stühlen saßen und sich auf einen neu beginnenden Lebensabschnitt freuen. Große Augen sahen die Lehrerin an, die uns von unserem Stundenplan und all den spannenden Dingen berichtete, die wir in den nächsten Wochen lernen würden. Dabei dachte keiner an Terror, Gewalt, Tod und die Zerstörung der Hoffnung tausender Menschen. Als ich dann nach Hause kam und wir einen schönen Tag verbracht hatten, schalteten wir den Fernseher ein und ich konnte all das, was gezeigt wurde, nicht fassen. Ich sehe noch heute das Flugzeug vor mir, wie es in einen der beiden Twin Towers ungebremst hineinrast. Wir sprachen ebenso viel über das, was geschah und es ließ uns alle nicht mehr los. Auch heute ist es für mich unvorstellbar: Menschen, die tagtäglich dort zur Arbeit gingen, die Kinder und Ehefrauen und Ehemänner und Angehörige hatten, die auf sie warteten, aber die nicht mehr heimkehrten. Jeder einzelne Mensch, der dort sein Leben lassen musste, hatte eine individuelle und schöne Lebensgeschichte, die von grausamen und hasserfüllten Menschen zerstört wurden.

 

Einige Jahre später sah ich den Film “Remember Me”, der die Thematik des 11. Septembers subtil und respektvoll aufnahm. Er zeigt uns wie schnell das Leben vorbei sein kann. Dass manche aus verschiedensten Gründen genau an diesem Tag anwesend waren, oder eben glücklicherweise nicht. Auch andere Dokumentationen berichteten über Schicksale und interviewten Hinterbliebene, die kaum noch Worte fanden, sich zu erklären. Ein Mann berichtete beispielsweise von seiner Frau, die dort arbeitete und kurz vor dem Attentat mit ihm telefonierte. Sie erwarteten ein Kind und sie wollte ihm einfach nur sagen, wie sehr sie ihn liebte und wie glücklich sie war, nun endlich bald eine Familie zu haben. Kurz darauf starb sie und wurde unter den Trümmern der Tower begraben. Auch zahlreiche Rettungskräfte gaben ihr Leben für das Bergen von Opfern. Ich habe wirklich unheimlichen Respekt für sie und die Menschen, die ihre Angehörigen und Liebsten dort verloren haben. Es ist nicht einfach, ein solch schreckliches Ereignis zu verarbeiten. Und noch heute finde ich, ist es unsere Aufgabe, an diese Menschen zu denken (so wie wir es am Sonntag den 11. September 2016 tun werden) und es ist auch unsere Pflicht, unser Leben von solch hasserfüllten Menschen nicht kaputt machen zu lassen. Denn wie einst ein Angehöriger eines Opfers von Paris sagte: “MEINEN HASS BEKOMMT IHR NICHT”                                     (C.)

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Paperblanks Liebe

Kaum ist ein Dreivierteljahr vergangen, werben die Buchhandlungen schon wieder mit neuen Kalendern. Ob Schülerkalender, Familienplaner oder für Kalender für geschäftige Businessleute - für jeden gibt es den richtigen Terminplaner. Vor einem Meer von Kalendern stehend fragt man sich nun: Welcher Kalender ist nicht nur chic, sondern zugleich auch praktisch und platzfreundlich?

 

Schon vor ein paar Jahren habe ich nach dem richtigen Kalender gesucht, der für jeden einzelnen Tag genug Platz bereit hält. Ich persönlich mag es nicht, wenn die Wochentage eng aneinander gequetscht sind und man kaum Raum hat seine Termine einzutragen, ohne dabei in den nächsten Tag hineinzurutschen.

Schon von weitem lachten mich die Paperblanks-Kalender an, die farbenfroh waren und in ihrer Größe praktisch erschienen. Wenn man die paperblanks Homepage besucht fällt einem direkt die Vielfalt der Muster und Farben ins Auge. Man weiß gar nicht so recht, wo man zuerst hinsehen soll und die wirklich schwierigste Entscheidung wenn man sich für Paperblanks entschieden hat, ist: Welches Modell will ich nun haben? (Ich stehe meistens mit 5 verschiedenen Modellen verzweifelt in der Buchhandlung und versuche mich zu entscheiden. Denn am liebsten wären mir alle!!)

 

Ich habe mich zunächst für eine kleine praktische Variante entschieden und war wirklich sehr zufrieden. Denn nicht nur mit viel Raum für Termine können die Kalender glänzen, sondern auch mit einer Vorrichtung (ganz hinten), in der Notizzettel und weitere Zettel aufbewahrt werden können. Ebenso ein kleines Adressbuch war beim Kauf des Kalenders enthalten. Seit einem Jahr habe ich die MIDI - also die mittlere Größe und bin ebenfalls sehr zufrieden damit. Wer es noch größer mag, für den gibt es eine Kalenderausgabe in DIN A4, die ebenfalls sehr schön aufgebaut ist.

Seit diesem Jahr (ich glaube es war 2010) bin ich zu mehr als tausend Prozent von der Marke und ihren Kalendern begeistert. Denn nicht nur die Größenvielfalt, sondern auch die Muster laden immer wieder dazu ein, Termine und Notizen in diesen (fast schon) Kunstwerken festzuhalten. Doch nicht nur Kalender, sondern Notizbücher (egal ob liniert oder unliniert), Adressbücher und weitere Schönheiten sind von PAPERBLANKS zu ersteigern. Dabei sei jedoch ein kleiner negativer Aspekt erwähnt — der PREIS. Der Preis ist leider nicht mit anderen “normalen” Kalendern zu vergleichen, die etwa bei round about 10€ liegen. Paperblanks ist hier etwas teurer und ein Kalender im MIDI Format kostet um die  17€ - ein Kleiner um die 15€.

Der Preis ist zwar stolz, aber für einen ganzjährigen Begleiter darf man sich das gönnen. Denn unter den farbenfrohen und musterreichen Motiven ist für jedermann etwas dabei.

 

Mein Herzlachen Fazit: Ich möchte seit Paperblanks keinen anderen Kalender mehr (auch Notizbücher schmücken bereits meine Regale) und freue mich immer wieder ihre neuen Kollektionen zu durchstöbern. Schaut doch auch mal vorbei und macht euch selbst ein Bild!

Denn für uns heißt es: Großes Herzlachen mit viel Paperblanks Liebe!                   (C.)

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MILLIE MAROTTA - oder Ausmalen zum Entspannen?

Seit einigen Monaten dominiert der Trend der Ausmalbücher für Erwachsene und soll für Entspannung sorgen. Durch konzentriertes Ausmalen und das Ausleben der eigenen Kreativität soll der stressige Alltag vergessen werden.

 

Schon beim Stöbern durch die Buchhandlungen dominieren DIN A3 große Bücher mit Mandalas und anderweitigen Motiven, die den Käufer verzücken und überzeugen sollen. Bei einem ersten Blick in ein solches Ausmalbuch fielen mir sofort die filigranen Muster und detailverliebten Vorlagen auf. Da wurde mir bereits klar: Das ist wirklich kein Ausmalbuch für Kinder! So kleine Flächen und so minutiöse Ornamente sind ja selbst für mich kaum zu bewältigen. Naja so kam es, dass ich das Buch wieder beiseite legte, weil ich dachte, dass ich für sowas sowieso keine Zeit habe. Die darauffolgenden Wochen liebäugelte ich aber immer wieder mit einem Buch — Stifte braucht man ja zum Glück nicht, die hat man meistens massig zu Hause. So ganz überzeugt war ich aber noch nicht.

 

Ein paar Wochen später bei einem Grillabend mit Freunden und ein paar Gläschen Wein, erzählte mir eine Freundin von ihrer neuen Leidenschaft. Dem MALEN ! Und zwar genau solche Bücher, wie ich sie in der Buchhandlung begutachtet hatte. Sie war wirklich überzeugt und schwärmte von der entspannenden Wirkung und zeigte uns gleich ein paar ihrer ausgemalten Motive. Und ehrlich gesagt, ich war wirklich beeindruckt. Die Mandalas und Ornamente glichen kleinen Kunstwerken. Okay, überzeugt! Das muss ich auch ausprobieren.

 

Nachdem ich mich mit der schwierigen Frage beschäftigte welches Buch nun endlich gekauft werden sollte, (Eher doch Tierwelt, Pflanzen oder Ethnomandals?) habe ich mich für MILLIE MAROTTAS FANTASTISCHE TROPEN entschieden. Mir gefiel die Mischung aus exotischen Früchten und fabelhaften Tieren. Daheim angekommen, bewaffnete ich mich mit Bunt- und Filzstiften und legte einfach drauf los. Am Anfang fühlte ich mir um ehrlich zu sein in meine Kindergartenzeit zurückversetzt. Doch nachdem die Motive so schwierig auszumalen sind (vor allem die kleinen Flächen sind sehr schwer genau auszumalen) und man sich wirklich sehr stark konzentrieren muss, war das erste merkwürdige Gefühl vergessen und ich gab mich der FARBENWELT einfach hin.

 

MEIN FAZIT: Letztlich muss jeder selbst entscheiden, ob ein solches Freizeitvergnügen ihm Spaß macht oder nicht. Ich kann nur für mich selbst und diverse andere Freunde sprechen und wir sind wirklich begeistert. Das Malen fordert die eigene Kreativität und Geduld heraus und man kann schließlich den Alltag für ein paar Minuten vergessen. Selbst 10 Minuten am Tag reichen aus, um sich etwas zu entspannen und auf andere Gedanken zu kommen. Ich bin BEGEISTERT und werde den Sommer mit etwas MALEN und ENTSPANNEN verbringen, denn so kann man schließlich auch die Seele baumeln lassen.

 

 

Wer jetzt Lust bekommen hat, auch den Stift zu zücken und die Kreativität herauszufordern, kann unter diesem Link ein Malbuch bestellen oder zumindest mit ihm liebäugeln!

 

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Ein Hoch auf die GeschwisterLIEBE

To be honest: So anstrengend es manchmal auch sein kann, umso mehr freut man sich, wenn man jemanden hat, an den man bei Fragen ansprechen kann, wenn man sich nicht unbedingt an seine Eltern wenden will. Denn auch Geschwister können einem glücklicherweise mit dem einem/n oder anderem/n RAT /TAT zur Seite stehen.

Und das Schönste: dies gilt sogar ein Leben lang. Dieses Band ist vergleichbar wie mit dem Bund der Ehe. Du sagst „ja“ zu einer Person, die dir dein Leben über nicht mehr von der Seite weichen wird. Na ja, so vollkommen hundertprozentig trifft das auf  uns Geschwister nicht ganz zu, denn schließlich haben wir erstens keine Wahl  „Ja und Amen“ zu sagen, denn sind Geschwister erst einmal da, gehören sie mit zur Familie und sind zugleich ein Teil und wie ich finde eine große Bereicherung deines Lebens. Aus diesem Grund ist es auch schwierig zu kontern und zu sagen, dass man keine Geschwister haben möchte. Der Haussegen  hängt hier dann erst richtig schief. Ihr wisst schon was ich meine ;)

 

Zum anderen verlassen wir sie doch zu einem Zeitpunkt, aber auf eine andere Art und Weise. Wenn wir das Elternhaus verlassen und uns unser eigenes Leben, unter Umständen fernab der Heimat und Familie aufbauen, die trotzdem hinter einem steht und Kraft, Zuversicht und Geborgenheit vermittelt, existiert trotz allem noch die Geschwisterliebe weiter, denn trotz Distanz reißt dieses Band nie ein. Ich persönlich finde sogar, dass es noch stärker wird, da man in besonderen Fällen wirklich merkt, dass eine gegenseitige Verantwortungsübernahme und Geborgenheit vorhanden sind. Egal wie groß der Altersunterschied sein mag, egal wie groß die Distanz ist. In meinem Fall ist auf meine beiden Schwestern immer Verlass und sie können sich im Gegenzug selbstverständlich auch auf mich zu hundert Prozent verlassen. Zudem bin ich jedes Mal dankbar, dass ich zwei tolle Schwestern habe, die jede auf ihre eigene Art und Weise mein Leben bereichern und wir durch regelmäßigen Kontakt unser Band der Geschwisterliebe nie einreißen lassen. Auch wenn es manchmal auch Situationen gibt, wo man sich wünscht, sie auf den Mond zu schießen, wissen wir doch eigentlich genau, dass wir uns nicht lange böse sein können. Umso erstaunter bin ich dann auch manches Mal, wenn sie durch ihre Sichtweisen, die teils rationaler ausfallen, mir entscheidende Tipps mit auf den Weg geben, denn man selbst lernt ja bekanntlich nie aus.

 

Mein Rat: hört ruhig mal auf eure Geschwister, denn nicht unbedingt die Älteste/ den Ältesten muss immer das Sagen haben, nur weil der Anschein erweckt sein mag, dass sie/er aufgrund des Alters mehr Lebenserfahrung hat. Das muss nicht immer so sein. Allgemein ist es doch ratsamer, offener zu sein. Warum also nicht mal auf seine Geschwister hören? Sich gemeinsam beratschlagen und sich dadurch gegenseitig stärken! Das macht auch Geschwisterliebe aus, denn wer ist nicht ehrlicher und aufrichtiger zu einem als die eigene Schwester? (Okay, abgesehen von der allerbesten Freundin, die man schon von klein auf kennt oder dem Partner)

 

Und noch etwas ist wichtig, vor allem wenn man wieder dunkle Wolken bei den Schwesterherzen aufziehen: es zählen doch immer die schönsten Momente im Leben. Erinnert Euch also an die tollen gemeinsamen Momente und führt Euch immer wieder vor Augen, was Ihr alles schon zusammen gemeistert habt.                                                      (L.)

Denn in diesen Dingen werdet ihr erfahren, was die große Geschwisterliebe wirklich ist. 

Ich hab Euch lieb, meine Schwestern!

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Ein Samstag bei den Schweden

 

Hej! Grüß dich Klippan, hallo Pax, lange nicht mehr gesehen Malm und Moin moin ihr anderen liebenswerten Accessoires im familiären Möbelhaus meiner Wahl.

 

Kaum hat man den Komplex betreten, fühlt man sich geborgen und wie daheim. Es ist ja auch kein Wunder, denn bei IKEA steht Familie an erster Stelle. Deswegen besitze auch ich wie wahrscheinlich Millionen andere Ikea-Besucher selbstverständlich die Ikea FamilyCard, damit ich Teil dieser Community bin. Und ganz ehrlich, ich nutze meine Vorteile in vollen Zügen, sogar wortwörtlich, aus. Denn bevor für mich ein Streifzug durch das Ober- und Erdgeschoss startet, gibt es erst einmal eine Tasse Kaffee im integrierten Ikea-Restaurant, denn mit meiner VIP-Karte kann ich so viel Kaffee trinken wie ich lustig bin. Die Schweden hypen das Prinzip påtår, was so viel bedeutet, dass man einmal für sein Getränk bezahlt und danach so oft nachfüllen kann, wie man möchte. In Schweden dehydriert bestimmt niemand so schnell:D.

 

Wie ihr schon merken könnt, freue ich mich also riesig, wenn ich dort bin, denn dann kann ich zum einen je nach Tageszeit ein köstliches Frühstück mit Lachs und Käse (auf Schwedisch: frukost med lax) oder aber die bekannten Fleischbällchen, deren Aussprache für den ein oder anderen eine große Herausforderung darstellt, genießen und zum anderen gleichzeitig meine an der Uni erworbenen Schwedisch-Sprachkenntnisse aufrecht erhalten. Nach einer Stärkung streune ich dann durch die beiden Etagen und verschaffe mir einen Überblick, was es so Neues an Möbelstücken und Accessoires auf dem Markt gibt. Die unterste Etage wird dann meistens zum Alptraum des Portemonnaies, weil sich am Ende an der Kasse doch das ein oder andere Teil in meinem Ikea-Bag versteckt hat. Wie das da hinein gekommen ist? Keine Ahnung :D Reflexartige Griffe sind wohl die Übeltäter einer am Ende horrenden Rechnung.

 

Aber mal Hand aufs Herz, ein bisschen frischen Wind in die vier Wände zu bekommen schadet doch wirklich nicht und meiner Meinung nach sind Teelichter, schöne Vasen oder Blumentöpfe neben einer breiten Auswahl an unifarbenen und gemusterten Servietten probate und bei Ikea vor allem kostengünstige Investitionen für eine minimale Lifestyle-Revolution. Und schließlich wollen wir am Ende die Frage „Wohnst du noch oder lebst du schon?“ eindeutig mit „wir leben schon“ beantworten können;).

 

In diesem Sinne, besucht unsere schwedischen Freunde und lasst dort und anschließend daheim euer Herz vor Revolution lachen!

 

NICHT VERGESSEN: DER NEUE IKEA-KATALOG KOMMT RAUS! ALSO SCHÖN DIE BRIEFKÄSTEN MARKIEREN, DAMIT AUCH IHR IN DEN LEKTÜREGENUSS DES NEUEN EXEMPLARES KOMMT!!!

 

Zum Vorabstöbern einfach auf die Homepage gehen: Hier der Link!                                                (L.)

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Savoir vivre - Mal 'ne Pause machen

Nachdem das Semester nun vorbei ist und man die Prüfungen mehr oder weniger überstanden hat, kommt man doch etwas ins Grübeln. Nach einer arbeitsintensiven Woche habe ich mich schon öfter gefragt wie es sein kann, dass das Semester, die Arbeit oder auch der Urlaub schon vorbei ist? Irgendwie verfliegt die Zeit und man kommt kaum noch hinterher. Ein Termin in der Früh hier, einen Kurs oder eine Prüfung dort und dann noch schnell Essen kochen, Putzen, Anrufe oder Mails beantworten, Rechnungen zahlen, sich mit Freunden treffen, sich für den nächsten Tag vorbereiten und Einladungen annehmen. Kaum versieht man sich und es ist schon Juli und man fragt sich: War nicht gerade erst Weihnachten?

 


Ich weiß nicht, ob es euch auch so geht, aber mir vergeht die Zeit einfach viel zu schnell. Der Tag könnte für mich 80 Stunden haben und ich hätte womöglich immer noch keine Zeit eine Minute durchzuatmen und eine Pause zu machen. Dabei sind diese kurze Ruhezeiten so wichtig, um neu aufzutanken. Aber wieso können wir heutzutage nicht mehr 10 Minuten alleine und still in einem Raum sitzen? Da ist das Handy verlockender (mal schnell schauen was bei Instagram so gepostet wurde), oder auch mal die Lieblingsserie. Ich habe mir letztens vorgenommen im Alltag kleine Pausen zu machen und einfach mal das Leben zu genießen und nicht an ihm vorbei zu rennen und dann gefühlt keine Zeit mehr für alles zu haben.

 

NEIN! Ich möchte jetzt bewusst mal eine Pause machen. Anfangs sind auch 5 Minuten völlig ausreichend, um sich etwas zu besinnen und sich mal Ruhe von dem ganzen Lärm zu gönnen. Ich habe mich auf den Balkon gesetzt, mir einen Kaffee gemacht und einfach mal die schöne Natur und die Stille genossen. Das tat so gut, dass ich die Zeit völlig vergessen hatte und statt vorgenommen 5 Minute sogar eine Stunde draußen saß. Danach habe ich mich viel erholter und ruhiger gefühlt für all die Aufgaben, die danach auf mich gewartet haben. Ein anderes Mal habe ich einfach mal ein Notizbuch hervorgekramt und die schönen Dinge des Tages aufgeschrieben (Was hat mich heute glücklich gemacht?).

 

Nach diesem Experiment will ich auf meine kleinen Pausen ohne Handy, Fernsehen und Lärm gar nicht mehr verzichten und ich finde das Leben fühlt sich so viel echter an. Es rauscht einfach nicht an einem vorbei und man schätzt die kleinen Dinge des Lebens viel mehr. Denn das ist es doch das SAVOIR VIVRE: Die kleinen Dinge schätzen und sich mal eine Pause von allem gönnen, um Kräfte zu sammeln.

 

Also ihr Lieben, legt los und macht eine kleine Pause von allem und genießt das Leben, auch in seinen stillen und ruhigen Zügen!

 

(C.)

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