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Review: Hotel am Meer

#keinekooperation; #selbstbezahlt

Das Meer rauscht, der Blick schweift entlang der in Dunst getauchten Strandpromenade, der kühle Wind pfeift um die Ohren. Dezember, zwei Tage vor Heiligabend – von Schnee keine Spur. Streng und rau, geradezu hart sind die klimatischen Bedingungen. Genauso hart, wenn nicht gar noch härter war das Jahr 2017, dessen Auswirkungen auch noch 2018 zu spüren sind. 

 

2017

 

Ungerecht, schmerzhaft, von tiefer Trauer erfüllt, begleitet von der kaum zu beantwortenden Frage nach dem „Warum“ (warum gerade WIR?), Missverständnis, Respektlosigkeit und in manchen Momenten auch fehlende Freiheit. Und auch wenn es schwer fiel und noch heute schmerzt und man in gewissen Momenten kämpft, wurde das Band der Liebe noch stärker, die familiäre Beziehung noch enger, das Gefühl von Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit umso größer, die Bedeutung von Achtsamkeit noch wichtiger, die Gewissheit, dass Freundschaft gerade in schweren Zeiten mit als große Stütze da ist (und ja, dabei zeigte sich erneut, dass man hierfür nicht Tür an Tür wohnen muss, sondern auch hunderte Kilometer Distanz der Freundschaft keinen Abbruch tun), der Glaube von Anderen an einen selbst und deren Mitgefühl sowie motivierenden Worte, die Kraft und Hoffnung spenden mit als Katalysator für schlussendlich einen Aufbruch in ein neues Kapitel des eigenen Ichs und des eigenen Lebens. 

Reminder: 'Die Zeit heilt alle Wunden'

Heute verlieren die Ohnmacht und die Frage nach dem Warum allmählich an Intensität gleichwohl das Ganze noch nicht ‚über-wunden‘ ist. Es braucht Zeit, um den Heilungsprozess der Wunde sorgfältig abzuschließen. Zeit, um über die Wunde - das einschneidende Erlebnis- hinwegzukommen, es zu akzeptieren und die Realität – so hart sie ist – anzunehmen. Aber auch Privatsphäre, um mit dem eigenen Ich in eine Art Therapie zu gehen, um das Geschehene aufzuarbeiten. Stück für Stück, jeder in seinem eigenen Tempo und nach seiner Façon. Reflektieren, verarbeiten, Rückschlüsse ziehen und vor allem: nach vorne schauen und kämpfen!

 

Important: Call for Freedom! Ein wesentliches Gut, das einen individuellen und fern jeglicher Einflussnahme externer Stimmen den Prozess der Trauerarbeit fördert. Input ist in manchen Situationen durchaus notwendig, damit man nicht den Boden sowie den Bezug zur Realität verliert. Dennoch sind gerade zu Beginn des Prozesses Privatsphäre und Freiheit zwei Konstanten, die mich in meinem Prozess vorangebracht haben.

 

 

Privatsphäre und Freiheit waren deshalb mit die Gründe, warum meine Familie und ich die Weihnachtstage – Hochzeit der Familienzusammenkünfte – fern des Trubels verbrachten. Unser Weihnachtsreiseziel: die raue Ostseeküste.

Genauer gesagt: Binz auf der Insel Rügen. 


Hotel am Meer in Binz auf Rügen

Dort verbrachten wir fünf grandiose Tage im SPA-Hotel „Hotel am Meer“. Direkt an der Strandpromenade gelegen, war der Sandstrand nur einen Katzensprung entfernt. Das freundliche Mitarbeiterteam begrüßte uns freundlich und versorgte uns mit dem einen und anderen Tipp. Eintönige Weihnachtstage – nicht mit dem Hotelteam! Ein vielseitiges Programm für die Gäste sorgte für Weihnachtsstimmung und verliehen dem Aufenthalt den letzten Schliff: von einem gemeinsamen Weihnachtssingen bei Punsch und Lagerfeuerromantik am Strand bis hin zu einem Chorkonzert und dem Public Viewing des Klassikers „Die Feuerzangenbowle“ bei Punsch und Gebäck konnten wir die Strapazen des Jahres für eine kurze Zeit beiseiteschieben.

Die hell und modern eingerichteten Zimmer mit Meerblick sorgen dafür, dass wir uns sofort wohl fühlten. Kein großartiges Chichi, sondern Essentials und eine große Liebe zum Detail (nicht nur das Betthuperl😉) sorgten für viel Herzlachen. Was folgten waren entspannte Tage mit ausgedehnten Spaziergängen am Strand, die tägliche Nutzung des Wellnessbereichs, der mit zahlreichen Saunen sowie einem kleinen, aber feinen Indoorpool unser Herz höher schlagen ließ. Wer zum Abkühlen nach dem Saunagang dem Crushed Ice abgeneigt war, den verschlug es in die eiskalte Ostsee vor der Hotelhaustür. Ein weiterer Pluspunkt war die Teestation, die stets gut gefüllt mit heißem und kalten Wasser war sowie ein breites Teesorten-Sortiment bereithielt und jeder fündig wurde. Wer immer noch nicht genug vom Spa hatte, konnte gegen Aufpreis eine der zahlreichen, professionell durchgeführten Massagen buchen und hierbei den verspannten Muskeln den Kampf ansagen. 

Eine Frage, die Euch bestimmt noch brennend interessiert: let’s talk about food, Herzlachen! Die Gerichte, die uns serviert wurden, waren derart innovativ, hochwertig und mit Liebe fürs Detail zubereitet, sodass wir teilweise schweigend – vor Genuss und Respekt dem Gericht gegenüber – dasaßen und genüsslich das Drei-Gänge-Menü verspeisten. Neben Klassikern wie der Ente mit Rotkohl und Klößen an Heiligabend wurden auch kreative Kombinationen aufgetischt, die unser Herz lachen ließen. Hier ein paar Impressionen von den Gerichten, die wir serviert bekamen: 

Fazit

Diese fünf Tage haben uns erneut gezeigt, wie wertvoll das Leben ist und wie sehr man dieses zu schätzen hat. Die Tage im „Hotel am Meer“ haben uns dabei geholfen, als Familie diese Tage gemeinsam zu verbringen, die kleinen und großen Momente wertzuschätzen, Kraft zu tanken und vor allem: das Leben zu genießen.

 

Last but not least: wir kommen wieder, um dem hektischen Alltag zu entfliehen und neue Kraft für die kommende Zeit zu sammeln. Wenn Ihr noch auf der Suche nach einem schönen Urlaubsort seid: schaut vorbei im Hotel am Meer. Ihr werdet Euren Aufenthalt noch Jahre später in bester Erinnerung behalten.                 (L.)

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